Das BKF-Lexikon

BKF-Lexikon

Term Definition
A-Schild

Das A-Schild ist in Deutschland eine gesetzlich vorgeschriebene Warntafel am Fahrzeug, welches nicht gefährliche Abfälle transportiert. Ausgenommen sind öffentlich rechtliche Entsorgungsträger mit eigenen Fahrzeugen.

ABBG

Autobahnbenutzungsgebührengesetz für schwere Nutzfahrzeuge

Abfahrtskontrolle

Fahrer sind gesetzlich verpflichtet, vor Antritt der Fahrt die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs, einschließlich Ladung, durch eine umfangreiche Abfahrtskontrolle zu überprüfen.

AbfG

Abfallgesetz

AbfRestÜberwV

AbfRestÜberwV 

übliche Abkürzung für  Abfall· und Reststoff Überwachungs-Verordnung

AbfVerbrG

AbfVerbrG

übliche Abkürzung für  Abfallverbringungsgesetz

AbfVerbrV

AbfVerbrV

übliche Abkürzung für  Abfallverbringungs-Verordnung

Abgasrückführung

Bei jeder Verbrennung von Kohlenwasserstoffen treten Abgase auf, deren Bestandteile mehr oder weniger gefährlich sind (CO2, CH, NOX usw.). Da die Menge der Stickoxide u.a. von der Verbrennungstemperatur abhängt, versucht man zur Reduzierung der NOX-Anteile die Verbrennungstemperatur durch eine geregelte und gezielte Rückführung kleiner Abgasmengen in den Brennraum zu senken. Hierdurch verringert sich die Zylinderfüllung, und da die rückgeführten Abgasbestandteile nicht mehr an der Verbrennung teilnehmen können, sinkt ebenfalls die Verbrennungstemperatur. Beide Maßnahmen bewirken eine Reduzierung des Stickoxidanteils im Abgas um bis zu 60%.

Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung (AU) ist eine in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung. Durch die Untersuchung soll sichergestellt werden, dass die Abgaswerte der Kraftfahrzeuge innerhalb der definierten Überwachungsgrenzen bleiben.

AblBestV

Abkürzung für: Abfallbestimmungsverordnung

Ablegereif

Ablegereif

Zurrmittel werden als ablegereif bezeichnet, wenn sie aufgrund von Beschädigungen nicht mehr verwendet werden dürfen.

ABS

ABS       

übliche Abkürzung für  Antiblockiersystem

Absender

Absender im Beförderungsvertrag ist derjenige, der Güter auf eigene Rechnung absendet. Er ist üblicherweise Vertragspartner des Transportunternehmers im Beförderungsvertrag.

ACEA-Klassifikation

Bei der ACEA-Klassifikation werden die unterschiedlichen Einsatzzwecke der Motorenöle durch Buchstaben und Ziffern in der folgenden Weise definiert:

A = Pkw-Ottomotoren

B = Dieselmotoren in Pkw, Vans und Kleintransportern

C = Pkw-Otto und -Dieselmotoren mit neuen Abgasnachbehandlungssystemen

E = Lkw-Dieselmotoren

Achsschenkellenkungen

Die durch das Lenkgetriebe und die Servolenkung übertragene Lenkbewegung bewegt die Lenkschubstange. Dadurch werden die Räder über den Lenkhebel um die beiden Achsschenkel gedreht. Diese sind mit den Spurstangen verbunden. Die Spurstange dient der gleichmäßigen Übertragung der Lenkbewegung auf die beiden Achsschenkel.

ADA

ADA      

übliche Abkürzung für  Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung

gefährlicher Güter auf der Straße

Additive

Additive sind Hilfsmittel, die vorhandene chemische oder physikalische Eigenschaften verbessern, unterstützen oder minimieren können. Bei Schmieröl-Additiven bezeichnet man damit öllösliche, organische oder metallorganische chemische Verbindungen, welche die physikalischen und chemischen Eigenschaften eines Öles verändern.

ADR

Das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (Abkürzung ADR, von Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route) enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut, sofern der Transport im Hoheitsgebiet von mindestens zwei der Vertragsstaaten ausgeführt wird. Zusammen mit der Rahmenverordnung (GGVSEB) bildet das ADR das Fundament des Gefahrgutrechtes für die Straße.

ADR Bescheinigung

Die ADR-Schulungsbescheinigung bzw. Gefahrgutführerschein, ist eine Erlaubnis zum Befördern von Gefahrgut auf der Straße.

AETR

Das Europäische Abkommen über die Arbeit des im internationalen Straßenverkehrs beschäftigten Fahrpersonals (AETR) ist an die EU Regelung (VO (EG) Nr. 561/2006) inzwischen weitgehend angepasst worden.

Im AETR Verkehr werden alle Fahrzeuge, insbesondere aus EU Staaten, die bereits mit dem digitalen Kontrollgeräten ausgerüstet sind, akzeptiert. Das AETR gilt nur für den grenzüberschreitenden Verkehr. Dabei hat das AETR gegenüber der EU Regelung Vorrang, auch wenn ein EU Staat berührt wird.

AETR Staaten

Mitgliedsstaaten des AETR sind: alle EG-Staaten und Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kasachstan, Kroatien, Liechtenstein, Moldawien, Norwegen, Republik Mazedonien, Russische Föderation, San Marino, Schweiz, Serbien, Türkei, Turkmenistan, Usbekistan, Weißrussland.

AfA

AfA       

übliche Abkürzung für  Abschreibung auf Anlagegüter

AFG

AFG       

übliche Abkürzung für  Arbeitsförderungsgesetz

AGB-Gesetz

AGB-Gesetz  

Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-Gesetz)

AHB

AHB                     

Allgemeine Versicherungsbedingungen für die      Haftpflichtversicherung

AKB

AKB

übliche Abkürzung für  Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrversicherungen

Alkohol

Alkohol bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch den zur Gruppe der Alkohole gehörenden Äthylalkohol, der durch Vergärung von Zucker aus unterschiedlichen Grundstoffen gewonnen wird und berauschende Wirkung hat. 

AMÖ

AMÖ     

übliche Abkürzung für  Bundesverband Möbelspedition Amö e. V.

analoges Kontrollgerät

Der heute noch gültige und gebräuchliche mechanische Tachograph beschreibt eine runde, selbstbeschriftende Papierscheibe, die sich durch ein Uhrwerk dreht. Eine ganze Umdrehung entspricht 24 Stunden. Der Stift bewegt sich je nach der gefahrenen Geschwindigkeit weiter oder näher vom Drehpunkt. Die Aufzeichnungen des Geräts umfassen die gefahrenen Geschwindigkeiten, Wegstrecke (zurückgelegte Kilometer) sowie die Lenk- und Ruhezeiten. Einige Gerätetypen ermöglichen auch die Aufzeichnung der Motordrehzahl auf der Rückseite der Scheibe

Anforderungen an die Gefahrgutbeförderung

Sie betreffen:

o            Die Behältnisse (Umschließungen), in denen das Gefahrgut befördert werden soll

o            Die Fahrzeuge und die Art der Beförderung

o            Die Bezettelung und Kennzeichnung von Versandstücken und Fahrzeugen

o            Die Begleitpapiere (Dokumentation)

o            Die Ausrüstung der Fahrzeuge

o            Die Qualifikation des Personals (Schulung)

o            Durchführung des Transportes

o            Die Sicherung gegen Diebstahl und den terroristisch motivierten Missbrauch gefährlicher Güter

Anhänger
 
2-Achs-Zuggabelanhänger:
 
Anhänger mit einer Zuggabel und Zugöse (im Standard Ø 40 mm der Zugöse), einem Drehschemel und einem Kugellenkkranz. Dieser Anhängertyp ist der heute gebräuchlichste Zuggabelanhänger. Er findet häufige Verwendung beim Transport von Wechselbehältern der Größe C, sowie von 20 ft Containern.
 
3-Achs-Zuggabelanhänger:
 
wird heute nicht mehr so oft zugelassen, dieser Typ wird durch den Sattelanhänger verdrängt. Dieser Anhängertyp hat hinten 2 Achsen.
 
Zuggabelanhänger mit mehr als 3 Achsen sind als Sonder-Anhänger anzutreffen, häufig bei Schwertransporten.
 
Gelenkte Nachläufer gehören auch zur Kategorie der Anhänger.
 
Starrdeichsel-Anhänger (Oberbegriff):
 
Zentralachsanhänger:
 
Der Zentralachsanhänger hat vorne eine Zugöse,
 
bis ca. < 12 t Gesamtgewicht = Ø 40 mm Zugöse
in der schweren Gewichtsklasse = Ø 50 mm Zugöse (z.B. bei 40 t Gliederzügen).
Die Zentralachsanhänger werden in der leichteren Gewichtsklasse mit einer Achse von bis zu 10 t Achsdruck zugelassen.
 
In der schweren Gewichtsklasse werden in der Regel 2 x 8 t Achsen beim Zentralachsanhänger eingesetzt. Die Zug-Kombination besteht aus einem 3-Achs-LKW (24 t) und einem Zentralachsanhänger mit 17 t bzw. 18 t Achsaggregat.
 
Beim 40 t Gliederzug werden relativ selten 3 x 8 t Achsen beim Zentralachsanhänger eingesetzt. Diese Zug-Kombination besteht aus einem 2-Achs-LKW (18 t) und einem 24 t Zentralachsanhänger. Diese Zug-Kombination ist fahrdynamisch ungünstiger zu beurteilen als eine 3-Achs-LKW-Version mit einem 2-Achs-Zentralanhänger.
 
 
Zentralachsanhänger müssen bei voller Ausladung exakt im Ladungsschwerpunkt beladen werden, da sonst die zulässigen Achsdrücke nicht einzuhalten sind.
 
Bei Teilentladungen oder bei ungleichen Ladungen mit unterschiedlichen Ladungs-Gewichten muss der Lastverteilungsplan (siehe VDI-Richtlinie 2700 Blatt 4) zwingend berücksichtigt werden.
 
Ankerschienen

In Ankerschienen werden zur Ladungssicherung z. Bsp. Ladebalken oder Sperrbalken mit Zapfen eingerastet.

Anpresskraft
Die Anpresskraft FN ist die Kraft, die die beiden Reibkontaktflächen zusammenpresst und senkrecht auf die Kontaktfläche wirkt. Sie ist immer die Summe aller Kräfte in Richtung auf die Reibkontaktfläche; z.B. bei horizontaler Kontaktfläche die Gesamtgewichtskraft des Ladungsgegenstandes plus der vertikalen Kraftkomponente, z.B. eines Spanngurtes. Die Größe und die Form der Reibkontaktfläche wird hierbei vernachlässigt, ebenso wie die Geschwindigkeit des Gleitens/Rutschens.
 
 
Antirutschmatten

Antirutschmatten bzw. rutschhemmende Materialien (RHM) erhöhen die Reibwerte zwischen Ladung und Ladefläche.

Antriebs-Konzepte

Hybridantrieb: Mischform zweier Antriebskonzepte, z.B. aus Verbrennungsmotor und Elektromotor. Beide Motoren werden entsprechend der Verkehrssituation alternativ genutzt. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einem am Fahrzeug befestigten Batteriepaket. Während der Nutzung des Verbrennungsmotors lädt ein Generator dieses Batteriepaket wieder auf.

Erdgasantrieb: Motortechnisch handelt es sich um einen herkömmlichen, technisch optimierten Verbrennungsmotor.

Brennstoffzellenantrieb: Die Betriebsstoffe für die Brennstoffzelle sind meist Wasserstoff und Sauerstoff. Durch eine kontrollierte Vereinigung entstehen Wasser, elektrische Energie und Wärme

Elektroantrieb: Erste Serienfahrzeuge, emissionsfrei, weist jedoch eine ungünstige Energiebilanz auf

Anzahl von Zylindern

Je mehr Zylinder ein Hubkolbenmotor besitzt, desto ruhiger ist der Motorlauf.

AO

AO        

übliche Abkürzung für  Abgabenverordnung

AOK

AOK      

übliche Abkürzung für  Allgemeine Ortskrankenkasse

API-Klassifikation

Die API-Klassen geben Aufschluss über die amerikanischen Anforderungen und Qualitätskriterien, die ein Motorenöl erfüllt.

Arbeitskleidung

Arbeitskleidung, auch Berufskleidung oder Dienstkleidung, ist Kleidung, die während der Arbeitszeit getragen wird. Gesetzlich angeordnete Schutzkleidung muss der Arbeitgeber stellen oder die Kosten für die Anschaffung übernehmen.

Arbeitszeitgesetz

Die Gestaltung der Arbeitszeit von Arbeitnehmern unterliegt zwingend rechtlichen Bedingungen. Diese sind größtenteils im ArbZG geregelt und in wichtigen Bereichen durch die Europäische Richtlinie 2002/15/EG vorgegeben. Ausnahmen müssen gesetzlich oder tarifvertraglich zugelassen sein. Die höchstzulässigen Arbeitszeiten ergeben sich aus den §§ 3-6, 9-11 des ArbZG, das somit für Klarheit der Einsatzzeiten (Schichtzeiten) der in Abhängigkeit Beschäftigten sorgt. Für Arbeitnehmer, die Straßenverkehrstätigkeiten ausüben, gilt unter bestimmten Voraussetzungen § 21a des ArbZG.

ArbGG

ArbGG  

übliche Abkürzung für  Arbeitsgerichtsgesetz

ArbStättV

ArbStättV 

übliche Abkürzung für  Arbeitsstättenverordnung

ArbZG

ArbZG   

übliche Abkürzung für  Arbeitszeitgesetz

ASR

ASR       

übliche Abkürzung für  Arbeitsstätten-Richtlinie

ATP-Übereinkommen

Für diese Beförderungen gibt es das internationale Übereinkommen über internationale Beförderungen leicht verderblicher Lebensmittel und über die besonderen Beförderungsmittel, die die für diese Beförderungen zu verwenden sind. Das ATP gilt – zwecks Verbesserung der Qualitätssicherung – für Beförderungen im grenzüberschreitenden Straßen- und Schienenverkehr oder in einer Kombination von beiden für eine Reihe definierter Lebensmittel.

Auflagen für Großraum- oder Schwertransporte

o            Begleitung des Transportes durch ein Begleitfahrzeug

o            Begleitung des Transportes durch ein Begleitfahrzeug mit Wechselverkehrszeichenanlage

o            Polizeiliche Begleitung

o            Polizeiliche Maßnahmen

o            Alles Notwendige um im Einzelfall die Verkehrssicherheit zu gewährleisten

Auflaufbremsanlage

Sind Bremsen, deren Wirkung ausschließlich durch die Auflaufkraft erzeugt wird. Sind nur bei Anhängern unter bestimmten - die Gesamtmasse betreffenden Bedingungen - zulässig. Bei Sattelanhängern sind Auflaufbremsen unzulässig.

Aufmerksamkeits-Assistenten

Aus Untersuchungen der Unfallforschung geht hervor, dass Unaufmerksamkeit und insbesondere Müdigkeit eine nicht zu vernachlässigende Unfallursache darstellen. Das führte zur Entwicklung eines Systems, das dem Fahrer hilft, solche Unfälle zu vermeiden. Nimmt der Fahrer am Steuer Platz und schaut nach vorne durch die Windschutzscheibe, fokussiert eine im Auto integrierte Kamera seine Augen. Die Kamera folgt dabei automatisch den Kopfbewegungen des Fahrers und erfasst die Augen erneut, wenn er sich zum Beispiel beim Rangieren kurz umgedreht hat. Das System erkennt wie oft die Lidschläge stattfinden und wie weit die Augenlider geöffnet sind. So wird Wachsamkeit oder Müdigkeit des Fahrers bestimmt. Ein wacher Mensch macht grundsätzlich weniger Lidschläge, die aber sehr schnell sind. Je müder man wird, desto mehr Lidschläge macht man und desto langsamer werden sie. Gleichzeitig verringert sich zunehmend der Öffnungsgrad der Augen. Der Rechenalgorithmus des Aufmerksamkeits-Assistenten schließt aus diesen Daten auf den tatsächlichen momentanen Grad der Wachsamkeit oder Müdigkeit.

Auftragnehmer

Auftragnehmer eines Beförderungsauftrages ist der Unternehmer, der den Transport durchführt. Dies könnte ein Transportunternehmer oder ein Spediteur sein.

Auftragsbestätigung

Die Auftragsbestätigung ist eine Mitteilung des Auftragnehmers an den Auftraggeber, dass er den vereinbarten Vertrag verpflichtend eingeht.

AÜG

AÜG      

übliche Abkürzung für  Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Ausführungsform eines Frachtbriefes

In der Praxis hat sich seit Jahren die Form des CMR-Frachtbriefes der IRU durchgesetzt

Ausgleichsgetriebe

Bei der Durchfahrt einer Kurve müssen die Räder, die außen liegen, einen größeren Weg zurücklegen, als die inneren. Hierdurch kommt es zu einer Drehzahldifferenz zwischen den Radpaaren einer Achse. Um diese Drehzahldifferenz auszugleichen und ein „Radieren“ der äußeren Räder zu vermeiden verwendet man Ausgleichsgetriebe.

Ausnahme nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 BKrFQG

Ausnahme nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 BKrFQG

Keine Anwendung finden die Vorschriften des BKrFQG auf Beförderungen mit Kraftfahrzeugen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 km/h nicht überschreitet.  

Ausnahme nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 BKrFQG

Ausnahme nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 BKrFQG

Keine Anwendung finden die Vorschriften des BKrFQG auf Beförderungen mit Kraftfahrzeugen, die von der Bundeswehr, der Truppe und des zivilen Gefolges der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, den Polizeien des Bundes und der Länder, dem Zolldienst sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz und der Feuerwehr eingesetzt werden oder ihren Weisungen unterliegen.

Ausnahmen in den Staatengemeinschaften

Ein Mitgliedstaat kann danach längere Mindestfahrtunterbrechungen und Ruhezeiten oder kürzere Höchstlenkzeiten festlegen als die in der VO (EG) Nr. 561/2006 genannten oder bestimmte Fahrzeuge wie Land- und Forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Fahrzeuge, die im Eigentum von Behörden sind und nicht im Wettbewerb mit privatwirtschaftlichen Verkehrsunternehmen stehen, sowie eine Reihe von Spezialfahrzeugen und Fahrzeugen mit eingeschränktem Aktionsradius.Für dünnbesiedelte Gebiete sowie außergewöhnliche Umstände oder dringende Fälle sind ebenfalls eine Reihe besonderer Ausnahmen vorgesehen.

Ausnahmen von der Verordnung (EG) Nr. 561/2006

Der Gesetz- und Verordnungsgeber sieht eine ganze Reihe von Ausnahmetatbeständen von den Fahrpersonalvorschriften vor.

Diese sind im europäischen Recht in Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 aufgelistet.

Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006

Diese Verordnung gilt nicht für Beförderungen im Straßenverkehr mit folgenden Fahrzeugen:

o            Fahrzeuge, die zur Personenbeförderung im Linienverkehr verwendet werden, wenn die Linienstrecke nicht mehr als 50 km beträgt.

o            Fahrzeuge mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von weniger als 40 km/h.

o            Fahrzeuge, die Eigentum der Streitkräfte, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr oder der für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zuständigen Kräfte sind oder von ihnen ohne Fahrer angemietet werden, sofern die Beförderung aufgrund der diesen Diensten zugewiesenen Aufgaben stattfindet und ihrer Aufsicht unterliegt.

o            Fahrzeuge – einschließlich Fahrzeuge, die für nichtgewerbliche Transporte für humanitäre Hilfe verwendet werden –, die in Notfällen oder bei Rettungsmaßnahmen verwendet werden.

o            Spezialfahrzeuge für medizinische Zwecke.

o            spezielle Pannenhilfefahrzeuge, die innerhalb eines Umkreises von 100 km um ihren Standort eingesetzt werden.

o            Fahrzeuge, mit denen zum Zweck der technischen Entwicklung oder im Rahmen von Reparatur oder Wartungsarbeiten Probefahrten auf der Straße durchgeführt werden, sowie neue oder umgebaute Fahrzeuge, die noch nicht in Betrieb genommen worden sind.

o            Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t, die zur nichtgewerblichen Güterbeförderung verwendet werden.

o            Nutzfahrzeuge, die nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sie verwendet werden, als historisch eingestuft werden und die zur nichtgewerblichen Güter- oder Personenbeförderung verwendet werden.

Ausnahmeregelungen von der Betriebs- und der Beförderungspflicht.

Der Unternehmer ist zur Beförderung verpflichtet, wenn die Bestimmungen eingehalten werden und wenn die Beförderung nicht durch Umstände verhindert wird, die der Unternehmer nicht ändern oder abwenden kann.

Ausnahmeregelungen können folgende Situationen betreffen: Trunkenheit eines Fahrgastes, Belästigungen anderer Fahrgäste, vollbesetzter Bus, Verweigerung des Fahrentgelts, Mitführen von Gegenständen, Mitführen übelriechender oder gefährlicher Stoffe, Beschädigung des Fahrzeugs

Ausrücklager

Die Unterbrechung des Kraftflusses, wie sie z.B. beim Schalten der Gänge notwendig wird, erfolgt über den Ausrücker. Das Kupplungspedal drückt den Ausrücker auf die Ausrückhebel der Druckplatte, die wiederum die Anpressplatte von der Kupplungsscheibe abheben. Die Kupplungsscheibe kommt zum Stillstand.

Ausrüstung

Zu den im Kraftfahrzeug mitzuführende Ausrüstungsgegenständen zählen die vom Fahrer verpflichtend mitzuführenden Ausrüstungsgegenstände im öffentlichen Straßenverkehr. Zum Beispiel: Warndreieck, Verbandskasten, Warnweste, Warnleuchte, Unterlegkeile, Feuerlöscher etc.

Ausstattung von Fahrzeugen im Gelegenheitsverkehr

Die im gewerblichen Personenverkehr eingesetzten Busse sind dann für die Formen des Gelegenheitsverkehrs geeignet, wenn die gesteigerten Forderungen nach Sicherheit und Komfort erfüllt werden.

So zählen z.B. Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, besondere Kommunikations-einrichtungen oder in Reisebussen Toiletten, Küchen und Unterhaltungssysteme zu den typischen Merkmalen.

Auch die Bauart der Busse kann einen Hinweis auf die Verwendung im Gelegenheitsverkehr geben, da mehrstöckige Ausführungen im Inland keine Verwendung im Linienverkehr finden.

Weil der Gelegenheitsverkehr viele Formen und besondere Ausführungsmerkmale zeigen kann, ist eine einheitliche Klassifizierung der Ausstattung nicht möglich. Auch das Fehlen typischer Ausstattungsmerkmale von Fahrzeugen im Linienverkehr ist geeignet, diese Fahrzeuge dem Gelegenheitsverkehr zuzuordnen (typische Beschilderung im Innern, Streckenschilder, Zielschilder oder Türbezeichnungen). Zu diesen Merkmalen sind natürlich auch die Haltestelleneinrichtungen zu zählen (Rampen, Drucktasten für Haltestellenwunsch, Fahrzeugabsenkung usw.).

Ausstellung eines Frachtbriefes

Im Gegensatz zum nationalen Recht ist im internationalen Verkehr zur Dokumentation des Frachtvertrages ein Frachtbrief zwingend vorgeschrieben.

AZO

AZO      

übliche Abkürzung für  Arbeitszeitordnung