Das BKF-Lexikon

BKF-Lexikon

Term Definition
Sachkundenachweise zur tierschutzgerechten Beförderung

Eine wesentliche Voraussetzung für tierschutzgerechte Beförderungen von Tieren ist eine ausreichende Sachkunde des Transportpersonals. Dazu enthält §4 der TierSchTrV folgende Regelungen:

Zur Ausübung der sachkundigen Transportaufgaben ist ein Befähigungsnachweis nach Artikel 17 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 notwendig. Ersatzweise können ein Hoch- oder Fachschulstudium, anerkannte Berufsabschlüsse usw. ebenfalls zur Erlangung des Befähigungsnachweises führen.

SAE-Viskositätsklassen

Entsprechend der zu erwartenden Eigenschaften werden Motoröle in verschiedene Klassifikationen und Spezifikationen bezogen auf die Viskosität eingeteilt. Die Kennzeichnung erfolgt international durch die Einstufung in genormte SAE-Klassen (Society of Automotive Engineers). Dieses System definiert Bezugstemperaturen, Viskositätsgrenzen und Klassenzuordnungen, bezogen auf bestimmte Prüfverfahren.

Salmi
Ein auf der Spitze stehendes Quadrat, häufig aber mit spitzen Winkeln.
Salmi ist eine Abkürzung von der Salmiakpastille. In der Ladungssicherung eine Bezeichnung für ein Hilfsmittel bei der Fasssicherung.
 
Schlüsselzahl 95 nach dem BKrFQG

Die absolvierte Grundqualifikation und Weiterbildung werden durch den Eintrag der harmonisierten Schlüsselzahl 95 der Europäischen Union auf dem Kartenführerschein nachgewiesen. 

Schlüsselzahlen

Die Schlüsselzahlen sind Teil der amtlichen Zulassung von Personen zum Straßenverkehr in der Europäischen Union. Sie sind auf der Rückseite eines EU-Führerscheins in der Spalte 12 eingetragen.

Schmierstoffe eines Motors

Flüssige Schmierstoffe: Mineralöle, synthetische Öle, tierische und pflanzliche Öle

Halbfeste Schmierstoffe: Fette

Feste Schmierstoffe: Graphit, Zinkoxyd, Molybdän-Disulfid

Schmierung
Betrieb heutiger Kraftfahrzeuge ist ohne moderne Schmierstoffe nicht möglich. Neuzeitliche Motorenöle haben folgende Aufgaben zu erfüllen:
-Den Motor zu schmieren, d.h. den direkten metallischen Kontakt der zueinander bewegten Teile zu unterbinden und damit die Reibung zu verringern, sowie extremen Verschleiß und „Fressen“ hochbelasteter Teile zu unterbinden.
-Als Kühlmittel zu wirken
-Gegen die Verbrennungsdrücke abzudichten
-Rost und korrosiven Verschleiß zu verhindern
-Schlamm und lackartige Ablagerungen zu reduzieren
-Verunreinigungen in der Schwebe zu halten.
 
Schrägzurrung
Die Schrägzurrung ist eine sehr effektive Sicherung, die allerdings selten angetroffen wird. Es werden insgesamt acht Zurrmittel benötigt. Jede Richtung wird mit zwei Zurrmitteln gesichert.
 
Schülerbeförderung

o            Vor Antritt der Fahrt ist sich davon zu überzeugen, dass sich das Kraftfahrzeug in einem verkehrs- und betriebssicheren Zustand befindet.

o            Die Schulbusschilder sind vorschriftsmäßig anzubringen. Die Schulbusschilder sind nach Beendigung der Schulfahrt sofort zu entfernen oder abzudecken

o            In Kleinbussen ist zum Anlegen der Sicherheitsgurte/Rückhalteeinrichtungen aufzufordern.

o            An- und Abfahrten sind frühzeitig anzuzeigen.

o            Es darf erst dann abgefahren werden, wenn die Türen geschlossen sind und die Kinder ihre Plätze eingenommen haben. Mit Kleinbussen darf nicht losgefahren werden, wenn Schüler stehen.

o            Während der Fahrt ist darauf zu achten, dass sich keine Schüler auf den Trittstufen der Ein- und Ausstiege sowie auf der freizuhaltenden Fläche neben dem Fahrzeugführer befinden.

o            Für Kraftomnibusse mit stehenden Schülern beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerorts 60km/h.

o            Der Fahrer hat mit äußerster Vorsicht jederzeit anhaltebereit an Haltestellen heran und aus ihnen heraus zu fahren (Schrittgeschwindigkeit). Hier ist sich so zu verhalten, dass eine Gefährdung der Kinder und der übrigen Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

o            Halt ist in vorhandenen Haltebuchten oder an Schutzgittern durchzuführen.

o            Das Warnblinklicht ist während des Ein- und Aussteigens der Kinder einzuschalten.

o            Die Türen sollen erst dann geöffnet werden, wenn das Fahrzeug steht und gefahrlos ausgestiegen werden kann.

o            Die Kinder sind auf geordnetes Ein- und Aussteigen hinzuweisen.

o            Die Kinder sind aufzufordern, die Fahrbahn erst dann zu überqueren, wenn der Bus abgefahren ist.

o            Vor und nach dem Schließen der Türen sind die Einstiege zu beobachten.

Seilreibung

Seilreibung

Die Seilreibung ist ein Spezialfall der Haftreibung. Sie wird berücksichtigt bei der Umschlingung von Ladungsgegenständen mit Seilen oder Spanngurten. Für die Größe der Seilreibungskraft ist nur der Reibbeiwert zwischen dem Seil/Spanngurt und dem Ladungsgegenstand , sowie der gesamte Umschlingungswinkel entscheidend, nicht jedoch die Länge des Seils/Spanngurtes oder die Form des Ladungsgegenstandes (rund oder eckig mit Kanten, Trommel oder Kiste). An den beiden Enden des Seils/Spanngurtes findet man unterschiedlich große Seilzugkräfte. Die Seilreibung findet keine Anwendung bei Umschlingungen mit Ketten.

Selbständiger Kraftfahrer

Selbständiger Kraftfahrer

Alle Personen, deren berufliche Tätigkeit hauptsächlich darin besteht, mit Gemeinschaftslizenz oder einer anderen berufsspezifischen Beförderungsermächtigung gewerblich im Sinne des Gemeinschaftsrechts, Fahrgäste oder Waren im Straßenverkehr zu befördern.

SHF
SHF (Standard Hand Force) Das ist die normale Handkraft, die der Anwender aufbringen muss, um die normale Vorspannkraft STF zu erreichen. Diese „Vorspann-Prüfkraft“ wurde europaweit mit 50 daN bei allen Zurrgurten als „Einheitswert“ festgelegt.
 
Sonderformen des Linienverkehrs

Berufsverkehr, Schülerverkehr, Marktfahrten, Theaterfahrten

Sozialversicherungsausweis

Mit Einstieg in die Rentenversicherung erhält jeder Arbeitnehmer vom Rentenversicherungsträger eine Rentenversicherungsnummer. Dies geschieht automatisch, wenn ein Mitarbeiter erstmalig bei der Sozialversicherung angemeldet wird. Früher bekam jeder Arbeitnehmer dann den sogenannten Sozialversicherungsausweis zugeschickt. Auf ihm standen unter anderem die Versicherungsnummer, der vollständige Name und der Geburtsname. Seit Januar 2011 ist der Ausweis in früherer Form für neue Anmeldungen entfallen. Ein anlassbezogenes Schreiben des Rentenversicherungsträgers mit den entsprechenden Angaben ersetzt ihn.

Der Sozialversicherungsausweis sollte helfen, die Schwarzarbeit zu bekämpfen und den Missbrauch von Sozialleistungen erschweren. Daher muss jeder Mitarbeiter zu Beginn einer Beschäftigung den (vor 2011 ausgestellten) Ausweis oder (nach Ausstellungsjahr 2011) das Schreiben, in dem ihm seine Rentenversicherungsnummer mitgeteilt wird, vorlegen.

Spannelement
 
In der Ladungssicherung gibt es verschiedene Spannelemente, z.B. Ratschenspanner, Spindelspanner, Zugratsche, Druckratsche, Kurzhebelratsche, Langhebelratsche
 
Spannkraft
Elastische Kraft in einer Zurrung, die durch das Spannelement erzeugt wird.
 
Spannmittel
Eine Spannmittel ist eine mechanische Vorrichtung zum Erzeugen und Aufrechterhalten einer Vorspannkraft in einer Ladungssicherungseinrichtung (z.B. Ratschen, Winden, Hebel- spannschlösser).
 
Spediteur im „klassischen Sinn“

Ein Spediteur im klassischen Sinn ist ein Dienstleistungsunternehmer, der über keinen eigenen Fuhrpark verfügt und seine Transportaufgaben durch Beauftragung fremder Transportunternehmen zur Durchführung erledigt.

Spediteur/Versender

Ein Spediteur ist ein Vollkaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB). Er besorgt die Versendung eines Gutes, das ihm nicht gehört, im Auftrag und für Rechnung eines Absenders.

Spreizung

Die Spreizung bezeichnet den Neigungswinkel der Schwenkachse eines gelenkten Rades oben nach innen. Die Spreizung bestimmt zusammen mit dem Nachlauf die Rückstellkräfte und den Sturz gelenkter Räder.

Spurhalte- und Spurwechselassistenten

Ein Kamerasystem nimmt die Fahrposition des Fahrzeugs auf und gibt diese an einen Computer weiter. Verlässt das Fahrzeug nun die Fahrspur, ertönt ein deutlich hörbares Signal aus einem Lautsprecher. Gewollte Spurwechsel werden vom System durch das vorherige Setzen des Blinkers erkannt.

Stadtbus

Der Stadtbus ist für den Linienverkehr innerhalb der Städte und Vororte gebaut und ausgerüstet. Neben den Sitzplätzen hat er eine größere Anzahl von Stehplätzen. Besondere Kofferräume zur Beförderung von Reisegepäck sind entbehrlich.

Die Konstruktion des Fahrzeugs ist bzgl. der Ein- und Ausstiegssituation auf einen schnellen Fahrgastwechsel ausgerichtet.

STF
STF
STF (Standard Tension Force) Verbleibende Kraft in einer Zurrung, nachdem der Griff des Spannelementes losgelassen wurde.
 
StGB

StGB     

übliche Abkürzung für Strafgesetzbuch

Stufenlose Getriebe

Dieses Automatikgetriebe regelt die Übersetzung stufenlos und wählt dabei die Motordrehzahl so, dass bestmöglicher Wirkungsgrad, höchste/s Leistung/Drehmoment oder geringste Emissionen erreicht werden.

Sturz

Der Sturz bezeichnet den Winkel, den das Rad zur Senkrechten hat.Seine Aufgabe ist, die Seitenführung der Außenräder bei Schräglagen des Fahrzeugs zu verbessern. Der Winkel zur Fahrbahn bleibt trotz unterschiedlichem Einfedern in etwa gleich. Der Reifen hat dadurch mit der vollen Aufstandsfläche Kontakt.

StVG

StVG     

übliche Abkürzung für Straßenverkehrsgesetz

StVO

StVO     

übliche Abkürzung für Straßenverkehrsordnung

StVZO

StVZO   

übliche Abkürzung für Straßenverkehrs-Zulassungsordnung

SVS/RVS

SVS/RVS 

 übliche Abkürzung für Speditions-/Rollfuhrversicherungsschein

SZR

SZR       

übliche Abkürzung für Sonderziehungsrechte