Das BKF-Lexikon

Term Definition
Takte eines 4-Takt-Motors
  1. Takt – Ansaugen: Beim Abwärtsgehen des Kolbens entsteht durch die Vergrößerung des Raumes oberhalb des Kolbens ein Unterdruck der eine Saugwirkung erzeugt welche die Frischgase beim Einströmen über ein Einlassventil beschleunigt. Dabei werden Geschwindigkeiten des Luftstromes von ca. 300km/Std. erreicht.
  1. Takt – Verdichten: Beim Aufwärtsfahren des Kolbens wird das Frischgas infolge der Volumenverringerung verdichtet. Die Gastemperatur steigt dabei auf 400°C bis 500°C beim Ottomotor und bis 700°C beim Dieselmotor. Der Verdichtungsdruck liegt beim Ottomotor bei 9 bis 14 bar und bei Nutzfahrzeug-Dieselmotoren bei bis zu 25 bar.
  1. Takt – Arbeiten: Kurz bevor der Kolben seinen obersten Punkt (oberer Totpunkt) erreicht hat springt an der Zündkerze ein Zündfunke über und leitet die Verbrennung ein. Die Temperatur steigt auf ca. 2.000°C und der Druck auf 35bar bis 45 bar. Der hohe Gasdruck drückt den Kolben abwärts bis zum Ende des Kolbenhubs (unterer Totpunkt).
  1. Takt – Ausstoßen: Um das Ausströmen der Altgase zu begünstigen schließt das Auslassventil erst kurz nach dem oberen Totpunkt während das Einlassventil schon angehoben wird. Das Auslassventil öffnet schon 20° bis 50° vor dem unteren Totpunkt und entlässt die Altgase mit unvorstellbarer Geschwindigkeit (bis dreifache Schallgeschwindigkeit) aus dem Zylinder.